Was kann ich verdienen?

Nach § 17 Abs. 1 BBiG haben Ausbildende den Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Nürnberg hat in seiner Sitzung vom 20.10.2018 beschlossen, folgende Empfehlung zur Angemessenheit der Höhe der monatlich zu leistenden Ausbildungsvergütung auszusprechen:

  • 600,00 € im ersten Lehrjahr
  • 700,00 € im zweiten Lehrjahr
  • 800,00 € im dritten Lehrjahr

Diese Empfehlung gilt für alle einzutragende Berufsausbildungsverhältnisse. Ungeachtet der vorstehenden Empfehlung ist für Ausbildungsverträge, die im Zeitraum vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 begonnen werden, nach § 17 Abs. 2 BBiG jedenfalls folgende monatliche Mindestvergütung zu leisten:

Ausbildungsjahr: 515,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 1 a) BBiG)
Ausbildungsjahr: 608,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 2 BBiG)
Ausbildungsjahr: 695,00 € (§ 17 Abs. 2 Ziff. 3 BBiG)

Wird diese Mindestvergütung unterschritten kann wegen Unangemessenheit keine Eintragung im Ausbildungsverzeichnis erfolgen.

Wichtiger als die Vergütung während der Ausbildung ist aber, dass Du Dich in der Kanzlei wohlfühlst. Also schau nicht nur auf´s Geld, sondern auch darauf, ob Dir Dein künftiger Chef und die Kolleginnen und Kollegen sympathisch sind und ob Dich die Rechtsgebiete interessieren, die dort bearbeitet werden.

 


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